Alltagsrassismus bezeichnet die subtil rassistisch begründete Diskriminierung von Individuen, welche unterbewusst in alltäglichen Interaktionen in Erscheinung tritt. Wenn beispielsweise in konventionellen Unterhaltungen wiederholt kulturelle Zugehörigkeiten vorausgesetzt oder Menschen aufgrund ethnischer Merkmale nicht als Teil der Mehrheitsgesellschaft begriffen werden, findet, wenn auch nicht notwendigerweise als solche beabsichtigt, de facto Diskriminierung statt. Erschwert wird die Sensibilisierungsarbeit gegen Alltagsrassismen durch die Regelmäßigkeit und vermeintliche Normalität veralteter Sprachgebräuche.